Warum machen wir Musik? Warum hören wir uns Musik an?
Spannende Fragen, auf die es intelligente und sehr einleuchtende Antworten gibt. Aber nicht hier. Hier gibt es meine Musik zu hören, zu lesen, zu kaufen. Und eine Songliste zum Reinhören und schnellen Lieblingsliedfinden.
- Funkspruch - dramatische Liebe von Gutenberg bis Guttenberg
- Bananenmilch - Rio, Sonne, Strand und eine gut gekühlte Bananenmilch
- Mittagswiese - harmonische Philosophie
- Monster - zynisch funkelndes Auge im Dunkel
- Litfaßsäule - drei große Akte zum Ende der Liebe
- Sommertag - Narr. Sonnig. Romantisch
- Tiger - Sex, Darwin, Rock 'n' Roll!
- Alinus 3 - ein ferner Stern, ein naheliegender Gedanke
- Noch ein Schritt - letzte Warnung.
- Gekauft - für den sinnlosen Kampf gegen das System
Warum eigentlich einmannmusik - bzw. was machst du eigentlich für Musik?

Gute Frage. Eigentlich ist der Name eher beschreibend für das was ich mache. Liedermacher wäre bei Gitarre & Gesang die erste Anlaufstelle gewesen, schien mir aber nicht passend. Viele Liedermacher haben ihre Rolle, die sie ein Musikleben lang spielen. Da gibt es verträumte Melancholiker, verzweifelt Liebende bzw. am Lieben verzweifelte, die Singsangweisen, entspannt oder verspannt lustige, Weltverbesserer oder Ironen, Graslieber oder Alleshasser. Das muss nicht schlecht sein, aber ich kann das nicht. Mach ich drei verträumte Stücke, bin ich spätestens nach dem dritten so genervt von den ruhigen Klängen, dass ich was Böses brauche. Auch grundvoll kann ich manchmal ziemlich schlechte Laune haben. Daneben verbirgt sich in den Untiefen des norddeutschen Charakters auch eine zarte und ziemlich verletzliche Seele. Ein Romantiker, ein geltungssüchtiger Angeber. Einer der etwas zum Guten verändern will. Und noch viele andere.
Mein Ziel ist, mit jedem Lied eine neue Stimmung zu schaffen. Inhalt, Text, Musik, Gesang zu einer Einheit zu verbinden, die eine möglichst einzigartige Atmosphäre schafft. Und ich mag die Tiefe. Wenn ein Arrangement, eine Melodie im Raum des Klangs dich wegträgt. Wenn sich Spannung aufbaut und plötzlich entlädt. Lieder, die Geschichten erzählen. Zeitgebundenes Erleben und Wiedererleben. Ein Stück weit ist meine Musik auch ein Experiment. Ich habe immer gerne und viel Musik gehört, aber nie gecovert oder in einer Band gespielt. Einzig klassischen Gitarre habe ich mal gelernt und mir über die Jahre ein eigenes Gitarrenspiel angeeignet. Vermutlich wollte ich einfach wissen was dabei herauskommt, wenn ich all die musikalischen Einflüsse einfach nur auf meine ganz eigene Art verarbeite.
Würde ich Englisch singen, könnte man das Ganze immerhin noch als Singer/Songwriter bezeichnen - auch wenn diese Kategorisierung nur etwas über die Entstehung, aber nichts über das Ergebnis aussagt. Auf Deutsch mache ich Einmannmusik. So nenne ich mich dann auch. Ich spiele fast alle Instrumente, singe fast alle Stimmen und Chöre. Schreibe fast alle Texte und alle Melodien und Arrangements. Das ist in Zeiten digitaler Aufnahmetechnik nichts Neues mehr, das Ergebnis hoffentlich schon. Sicher kann man über die Musik noch ganz viele Worte sagen, aber man kann sie zum Glück auch einfach hören. Und sie passt ganz sicher in eine Schublade - auf CD immer.



